Baden-Würtemberg

  • Schäden an Weinbergen werden entgegen §32 II BJagdG auch dann ersetzt, wenn keine Schutzvorrichtungen errichtet wurden, §31 BW LJagdG
  • §32 BW LJagdG sehen ein Vorverfahren vor, bei dem der Schaden begutachtet und ein Ersatzbetrag festgelegt werden soll; zuständig dafür die ist die Gemeinde, auf deren Gebiet das beschädigte Grundstück liegt; gehört das Grundstück der Gemeinde, entfällt das Vorverfahren

    • §17 BW LJagdG DVO: sobald ein Wildschaden gemeldet ist, ein Ortstermin festzusetzen, zu dem der Geschädigte und der Ersatzpflichtige geladen werden. Sollte eine der Parteien dies verlangen, nimmt auch ein Wildschadenschätzer am Ortstermin teil.
    • nach Abs.3 kann eine Partei beantragen, dass die Schadensschätzung erst zum Erntezeitpunkt erfolgt (wenn nicht offensichtlich ist, dass die Ernte komplett ausfällt); dies gilt nicht bei Schäden an Alleen, am Wald, an einzeln stehenden Bäumen und an Baumschulen
    • das Ergebnis des Ortstermins und gegebenenfalls die gütliche Einigung sind schriftlich festzuhalten und von den Parteien zu unterzeichnen, §18 BW LJagdG DVO
    • kommt es zu keiner gütlichen Einigung, zieht die Gemeinde einen Wildschadensschätzer hinzu, nach dessen Gutachten die Gemeinde einen Vorbescheid erlässt, §19 BW LJagdG DVO. Der Vorbescheid wird nach zwei Wochen rechtskräftig und ist dann vollstreckbar, es sei denn, dass in diesen zwei Wochen der Vorbescheid abgelehnt wird; nach §23 BW LJagdG DVO ist dann die Klageerhebung vor den Zivilgerichten zulässig
  • abgesehen von §32 BW LJagdG können sich die Beteiligten ohne Vorverfahren gütlich einigen, §33 BW LJagdG
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