Brandenburg

  • Wildschäden an Grundstücken, auf denen die Jagd ruht oder verboten ist, werden nicht ersetzt, §44 I BbgJagdG
  • wurde in einem Wirtschaftsjahr bereits Ersatz für einen kompletten oder teilweisen Ernteausfall gezahlt, so kann ein erneuter Schaden nur dann ersetzt werden, wenn die Neubewirtschaftung des Grundstücks üblich war, §44 II BbgJagdG
  • Forstkulturen mit den im Jagdgebiet vorkommenden Baumarten gelten nicht als erhöht gefährdet; besondere Schutzvorrichtungen sind deshalb nicht erforderlich, §46 I BbgJagdG
  • der Geschädigte muss den Schaden binnen einer Woche, nachdem er den Schaden erkannt hat oder normalerweise erkannt hätte, bei der zuständigen Behörde (Ordnungsbehörde, in deren Gebiet das Grndstück liegt) anzeigen; ist die Gemeinde selbst beteiligt, ist der Landkreis zuständig, §46 II BbgJagdG
  • das Land Brandenburg sieht ebenfalls ein Vorverfahren vor (Feststellungsverfahren, §47 I BbgJagdG): nach §49 BbgJagdG wird unverzüglich nach der Anzeige des Schadens ein Ortstermin anberaumt; auf Wunsch einer Partei kann ein Wildschadensschätzer geladen werden, über den Ortstermin (und, wenn sie erreicht wird, über die gütliche Einigung) ist eine Niederschrift anzufertigen, die die Beteiligten unterschreiben, §§49 II, 50 I BbgJagdG
  • wird eine gütliche Einigung nicht erreicht, erfolgt nach §51 BbgJagdG eine Schadensschätzung und eine Niederschrift durch den Wildschadensschätzer; gegen diesen Vorbescheid kann eine Partei innerhalb von zwei Wochen Klage einreichen; danach wird der Vorbescheid rechtskräftig und wird nach den Vorschriften der Zwangsvollstreckung im Zivilrecht vollstreckt
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