Landwirt gewinnt Klage gegen einen Viehhandel

Ende 2008 kaufte der Kläger von einem Viehhandel 8 männliche Absetzer, 10 weibliche Absetzer und 17 Ferkel.

Der Kaufpreis von 9.500,00 Euro wurde gezahlt, die Absetzer wurden auch geliefert.

Trotz Mahnung unterblieb jedoch die Lieferung der Ferkel.

Nach erfolgloser Fristsetzung lehnte der Landwirt die Lieferung der Ferkel ab und machte gegenüber dem Viehhändler einen Schadensersatzanspruch geltend, der sich wie folgt berechnete:

Der Landwirt hätte die Ferkel bis zu einem Schlachtgewicht von 90 kg gemästet. Beim Verkauf hätte er 1,70 Euro inklusive Mehrwertsteuer erhalten.

Der Erlös belief sich somit auf 153,00 Euro pro verkauftem Schwein.

Für die Aufzucht der Ferkel wären dem Kläger Kosten in Höhe von 63,00 Euro entstanden, die von dem Verkaufspreis als ersparte Aufwendungen in Abzug zu bringen waren, so dass sich der Gesamtschaden für die nicht gelieferten 17 Ferkel auf 1.530,00 Euro belief.

Diesen Betrag klagte der Landwirt sodann beim Amtsgericht Saarbrücken unter dem AZ: 3 C 66/09 (11) ein.

Nach Erhalt der Klage erkannte der Viehhändler die Forderung an und ersetzte den entstandenen Schaden.



RA Dr. Christian Halm, Neunkirchen/Saar
Fachanwalt für Agrarrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
www.agrarjurist.de

 

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